Leistungserfassung
Leistungserfassung im Krankenhaus findet an jeder Stelle in jeder erdenklichen Situation statt.
Dafür haben wir ein Modul zur Leistungserfassung in den verschiedensten Workflow Ebenen von myCare2x integriert. Als Grundlage der Leistungserfassung dient ein Hauskatalog auch auf Basis von EBM2000+ oder DKGNT, in dem komfortabel das Leistungsspektrum des Hauses hinterlegt ist.
Durch gezielte Zuweisung von Leistungen an bestimmte Berufsgruppen und Abteilungen, werden die einzelnen Leistungsbausteine gezielt nur dort angeboten, wo sie auch benötigt werden.
Im Hauskatalog können die diversen Einträge mit den Werten aus weiteren Katalogen verknüpft werden.
Ansonsten versteckt sich die Leistungserfassung an verschiedenen Stellen. So können bei der Befundschreibung Leistungsziffern in Textbausteinen hinterlegt werden, die nach Abschluss der Dokumentation zur Übernahme vorgeschlagen werden.
Bei der Anforderung an Funktionsstellen hinterlegte Leistungsbausteine fließen automatisch in die Leistungserfassung ein.
Aus dem Stations- und Ambulanzfenster können Leistungen individuell für den Patienten erfasst werden. Die bereits erfassten Daten der Leistungserfassung sind jederzeit nochmals überprüfbar. Änderungen sind ebenfalls möglich.
Weiterhin ist auch eine GOÄ-konforme Leistungsdokumentation möglich. Dies ist für die Abrechnung von Privatpatienten und für Häuser mit vornehmlich dieser Klientel interessant.
Wichtig ist auch die Auswertung. Neben der Auswertemöglichkeit der Leistungsdaten über angeschlossene Tabellenverarbeitungsprogramme gibt es auch eine Übersicht über die Nutzung der einzelnen Leistungsziffern.
Für den Reha-Bereich ist die Leistungserfassung nach KTL ebenfalls integriert und kann an diversen Stellen in myCare2x aufgerufen werden. Über einen speziellen Erfassungsbaum ist es für die leistungserfassende Stelle leicht möglich, Leistungen aus dem Katalog abzurufen.
intensivmedizinische Komplexbehandlung
Seit dem 01.01.2005 muss die intensivmedizinische Versorgung Scoring-Systeme gesetzlich verpflichtend einführen.
Als Neuerung im Klassifikationssystem OPS Version 2005 ist dabei die Abbildung der Komplexität intensivmedizinischer Behandlungen im Kapitel 8-980 vorgesehen.
Diese Ziffern sind in Abhängigkeit von Aufwandspunkten zu erfassen.
Diese werden auf Basis der modifizierten Scoresysteme SAPS II und TISS 28 ermittelt. SAPS II ist einmalig nach 24-stündigem Aufenthalt des Patienten in intensivmedizinischer Versorgung zu erheben und beinhaltet Teile des Glasgow Coma Score. Während der Verweildauer des Patienten im intensivmedizinischen Bereich sind täglich SAPS II Werte wie Herzfrequenz und systolischer Blutdruck zu erheben. Aus dem TISS 28 werden die zehn aufwändigsten Größen täglich erhoben (CORE-10-TISS). Damit sind täglich über zwanzig Erfassungsgrößen für Patienten der Intensivmedizin zu dokumentieren und die Score-Punktwerte über die Verweildauer zu addieren, um die Aufwandspunkte zu ermitteln.
myCare2x unterstützt Sie bei dieser neuen Dokumentation. Dabei sparen Sie durch die intuitive Eingabe Dokumentationszeit. Auswahlboxen helfen Ihnen die richtigen Messwerte einzugeben. Sie sehen alle bereits erfassten Werte der vergangenen Tage und können Änderungen sofort erkennen. Selbstverständlich können Sie jederzeit die Dokumentation zwischenspeichern und später fortsetzen. Wenn Sie alle Werte dokumentiert haben, sind damit sofort auch alle Aufwandspunkte berechnet, so dass automatisch die zugehörige OPS-Ziffer ermittelt wird. Damit sind auch Ihre erbrachten Leistungen vollständig dokumentiert.
Beim Einsatz des myCare2x DRG-Arbeitsplatzes werden die OPS Ziffern automatisch übergeben. Damit ist Ihre Kodierung immer aktuell und Sie haben jederzeit Überblick über die abrechnungsrelevanten medizinischen Falldaten.
Neben der Scoreerhebung können auch die Beatmungszeiten und die Verwendung von Blutprodukten dokumentiert werden. Die Beatmungszeiten fließen ebenfalls automatisch zur DRG Berechnung.